Wie saniere ich eine Badewanne ohne sie auszubauen

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Wie saniere ich eine Badewanne ohne sie auszubauen

Eine Badewanne ohne Ausbau zu sanieren ist eine durchaus realistische Aufgabe, die viel Geld spart und Staub vermeidet, vorausgesetzt der Untergrund ist tragfähig und frei von tiefen Rissen. Zuerst müssen Sie die Oberfläche gründlich vorbereiten, denn davon hängt die Haltbarkeit der neuen Schicht ab. Entfernen Sie alte Dichtreste am Wannenrand, reinigen Sie die gesamte Fläche mit einem fettlösenden Reiniger und schleifen Sie die Glasur mit feinem Schleifvlies an, um eine optimale Haftung zu erzielen. Spülen Sie danach alles restlos ab und trocknen Sie die Wanne mit einem fusselfreien Tuch, auch die Armaturen und den Wannenrand sollten Sie mit Malerkrepp sauber abkleben. Wenn Sie nun das eigentliche Sanierungsmittel, meist ein zweikomponentiger Acryl- oder Epoxidharzlack, anrühren, arbeiten Sie zügig, aber gleichmäßig: Tragen Sie die Masse mit einer kurzflorigen Rolle in dünnen, kreuzweisen Bahnen auf und glätten Sie sie sofort mit einem Glasfaserpinsel, um Blasen und Läufer zu vermeiden. Achten Sie darauf, dass die Temperatur im Raum konstant zwischen zwanzig und fünfundzwanzig Grad liegt, sonst kann der Lack nicht richtig aushärten, und planen Sie genügend Trockenzeit ein, bevor Sie das Wasser wieder einlassen.

Nach dem ersten Anstrich sollten Sie die Fläche kritisch prüfen, denn ein einziger Arbeitsgang reicht bei stark beanspruchten Wannen selten aus. Ein zweiter, dünner Deckanstrich gleicht Unebenheiten aus und erhöht die mechanische Widerstandsfähigkeit deutlich, wobei Sie zwischen den Schichten die vom Hersteller angegebene Mindesttrocknungszeit strikt einhalten müssen. Vergessen Sie nicht, auch die Fugen zwischen Wanne und Wand zu erneuern, denn hier dringt später am ehesten Feuchtigkeit ein und unterwandert die frische Beschichtung.  wohnella.de  die alte Silikonfuge vollständig, desinfizieren Sie die Rinne und füllen Sie sie mit neuem, fungizid ausgestattetem Sanitärsilikon auf, das Sie mit einem Fugenglätter sauber abziehen, bevor Sie das Kreppband entfernen. Wenn Sie diese Schritte befolgen, können Sie Ihr badezimmer sanieren, ohne dass Sie schwere Teile demontieren müssen, und das Ergebnis hält bei guter Pflege mehrere Jahre. Wichtig ist, dass Sie in den ersten zwei Wochen keine scheuernden Reinigungsmittel oder abrasive Schwämme verwenden, sondern nur milde Seifenlösungen, damit die Oberfläche ihre glatte, porenfreie Struktur behält.

Wer sein badezimmer sanieren möchte und dabei die Wanne behalten will, sollte sich bewusst sein, dass diese Methode nur für optische und oberflächliche Schäden wie Kratzer, Verfärbungen oder kleinere Abplatzungen geeignet ist. Ein durchgerosteter Wannenkörper oder ein gebrochener Unterbau lässt sich nicht durch einen Lackauftrag reparieren, hier sollten Sie die Wanne doch austauschen. Bei normalen Verschleißerscheinungen hingegen haben Sie mit der Innenbeschichtung eine langlebige und kostengünstige Alternative, die das gesamte Badezimmer deutlich aufwertet. Abschließend sollten Sie die Wanne vorsichtig wieder in Gebrauch nehmen: Lassen Sie zunächst nur kaltes Wasser einlaufen, um Temperaturschocks zu vermeiden, und prüfen Sie nach einer Woche, ob sich an den Kanten oder im Bodenbereich Blasen gebildet haben. Wenn alles glatt und gleichmäßig aussieht, haben Sie die Sanierung erfolgreich abgeschlossen und können sich über eine wie neu wirkende Wanne freuen, ohne dass ein Handwerker auch nur einen Eimer Wasser wegtragen musste. Mit dieser Technik lässt sich ein badezimmer sanieren, ohne dass die Substanz der Wanne gefährdet wird, sofern Sie die Trocknungszeiten strikt einhalten und keine Kompromisse bei der Sauberkeit eingehen.